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Die Abendsichel ziehen vom 9. bis 13 August an Venus, Spica (dem bläulichen Hauptstern der Jungfrau) und den gelblichen Saturn vorbei
(21.25 Uhr, etwa eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang).

Der Rhythmus von Voll- und Neumond

Physische und geistige Mondenäußerung

Anfang August bietet die Morgendämmerung ein schönes Schauspiel. Die Morgensichel des Mondes sieht bis 5. August jeden Tag schlanker aus und schnellt vom 3. bis 5. am hellen Jupiter, dem orangefarbenen Mars und an Merkur vorbei. Die zarte Sichel steht bis 4. August rechts oberhalb Merkur. Am 5. August geht die feine zarte Mondsichel nach Merkur auf. Am nächsten Morgen "fehlt" der Mond, er wird kurz nach der Sonne unsichtbar aufgehen (Neumond).

Auch am 7. und 8. August bleibt der Mond unsichtbar. Den ganzen Sommer lang ist Venus zu Beginn der Abenddämmerung sichtbar. Suchen Sie am 9. August unterhalb von ihr die frisch wieder erscheinende Abendsichel, diese geht schon eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang (21.27 Uhr) unter. Am nächsten Tag ist die Mondsichel leichter zu finden. Sie ist dicker, heller, befindet sich weiter links und geht einen weiteren Weg bevor sie untergeht.

Jedes Jahr erscheint die Sichel des zunehmenden Augustmondes etwa so tief am (süd)westlichen Himmel. Die Abendsichel beschreibt die Himmelsbögen, die die absteigende Sonne in den kommenden Monaten, im Herbst, durchlaufen wird. Die Augustsichel zeigt also das künftige, tiefere Absteigen der Sonne an.

Der Mond am 12. August erscheint nicht nur in den Dämmerungsfarben, sondern leuchtet auch kurz am dunklen, sternbesäten Himmel auf.
Ab 15. August bekommt die zweite Nachthälfte immer länger und kräftiger das graue Licht des buckligen Mondes. In der Nacht vom 20. auf den 21. August lässt das gespiegelte Sonnenlicht des Vollmondes die nahe und weite Umgebung grau und flächig in Erscheinung treten.

Der zunehmende Mond leuchtet jede Nacht länger und reflektiert das Sonnenlicht stärker. Je weiter der zunehmende Mond entfernt ist von der untergehenden Sonne, umso mehr reflektiertes Sonnenlicht bringt er in den nächtlichen Stunden.
Rudolf Steiner zufolge sind die zurückgeworfenen Sonnenstrahlen von Mondenkräften durchströmt.

In seinem Landwirtschaftlichen Kurs besprach Rudolf Steiner den vollentwickelten Mondeskraft, die Wirkungen des Vollmondes, die durch das Wasser vermittelt werden. (GA 327, 14. Juni 1924). Diejenige Mondphase, die das Sonnenlicht maximal spiegelt, betonte er.

Zwölfmal im Jahr Vollmond - das reicht aus, damit die Vollmondwirkungen genügend da sind. Was die Pflanzen aufgenommen haben zur Zeit des Vollmondes, hält an während des Neumondes.

In Steiners Notizen (Nummer 35) geht es auch um den Gegensatz Vollmond- Neumond: "Bei Sonnenanwesenheit (Vollmond) wird die Reproduktion gefördert: bei Neumond gehemmt."

In den vorangegangen Ostervorträgen (GA 233a, 19.- 22. April 1924) nannte er das Frühlingsgeheimnis ein „Mondengeheimnis“ . Die tägliche Metamorphose und der rhythmische Wechsel zwischen Neumond und Vollmond sind die Schlüssel dazu. Während Neumond ist der Mond auf eine unsichtbare und deshalb geistigere Weise da, als wenn er im physischen Licht als Vollmond erscheint.
Wir haben fortwährend den rhythmischen Wechsel zwischen physischer und geistiger Mondenäußerung.

Steiner relativierte den "richtigen Zeitpunkt". Das Saatgut wartet in der Erde bis zum nächsten Vollmond.
Er betonte die zu starke Mondenwirkung, wenn die Erde zu viel von Wasser durchsetzt ist. Statt kräftige Samenbildung gibt es dann Krankheiten.
Schachtelhalm hilft dagegen. Ein Tee daraus entlastet die Erde von der überschüssigen Mondenkraft, bietet den "entgegengesetzten Prozess".

Artikel in Lebendige Erde Juli-August 2013

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